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Sie setzen alles auf eine Karte

von Enrico Engelstädter am Freitag, 22 August 2008

Aktuelles Stade verfolgt Rabatt-Idee mit Druck – Eisbahn am Ende

Stade (ief). Der erste Dämmerschoppen des Aktuellen Stade war mit über 60 Besuchern ein Erfolg. Von der Stade-Karte, die Hauptthema des Abends war, kann das nicht behauptet werden. Das soll sich ändern. Der Vorstand der Kaufleutegemeinschaft bekannte sich zur Karte und will nun offensiv werden.
Zunächst aber kam die Selbstkritik. Bislang habe man vom Vorstand wenig Gas gegeben, sagte Vorsitzender Wolfgang Drusell. Und Geschäftsführer Gerd Hoffmann äußerte, mit der Stade-Karte sei man etwas ins Hintertreffen geraten und könne sie „aus organisatorischen Gründen erst jetzt anschieben“. Wie berichtet, wählten die Kaufleute vor zwei Monaten Wolfgang Drusell zum neuen Vorsitzenden.

Professor Wilfried Wöhlke, dessen Firma die Stade-Karte als Dienstleister betreut, war wegen der Aktualität des Themas beim Dämmerschoppen dabei. Er stellte die Karte als vorzügliches Instrument der Kundenbindung dar. Gewährt ein Händler einen Rabatt, ist dieses Geld futsch. Gewährt er Vergünstigungen über die Karte, kehrt das Geld zu den Händlern zurück. Denn der Kunde „spart“ solange, bis er einen Gutschein erhält, mit dem er wiederum in den „Akzeptanzstellen“ einkaufen kann.

Derzeit ziehen gut 30 Geschäfte das blaue Kärtchen durchs Lesegerät. Im Vergleich mit anderen Städten sind das viel zu wenige. Ein weiteres Problem für die Stade-Karte ist, dass es viele Karten gibt. Hertie, Marktkauf, Engbers – Wöhlke sagt, er habe in Stade 20 Stück gezählt. In Stade siedeln sich immer mehr Filialisten an. Die Größe der Stadt mit ihren bald 50 000 Einwohnern wirkt anziehend. Ab nach Stade, heiße es dann, erzählte Vorsitzender Drusell. Für ihn ist die blaue Karte ein Schutz der kleinen Händler, die das Geld mit der Karte in den eigenen Reihen halten könnten.
Zur Stütze der Karte brachten die Befürworter einen Geschenkgutschein ins Spiel, der bei den Akzeptanzstellen eingelöst werden kann. Das bringe mehr Umsatz in die Kasse. Noch eine Idee: Wöhlke zahlt seinen Mitarbeitern einen Teil des Weihnachtsgeldes in eben solchen Gutscheinen aus. Auch das nütze der Idee. Mit über 60 Besuchern war der Dämmerschoppen gut besucht. Im Anschluss ans offizielle Programm ging es zum Klönschnack über. Die Dämmerschoppen-Idee sei angekommen, so der erste Eindruck beim Aktuellen Stade.
Die schlechte Nachricht des Abends: Die Eisbahn wird in diesem Jahr nicht aufgebaut. Es mangelt an Sponsoren und damit an Geld für das vergnügliche Rundendrehen.

Quelle: Tageblatt Online vom 22.08.2008

Externe Verweise:
http://www.tageblatt.de/db/main.cfm?DID=1216373

Kategorie → Presse, Stade-Karte

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